Karma und Reinkarnation

Klassische Perspektiven:
Seit ich mit Yoga begonnen habe ist eine neue Sicht in mein Leben gekommen. Nämlich die, dass ICH kein reines Körper-Geist Wesen bin, das nur dieses eine Leben hat und in diesem Leben so viel Spaß wie möglich haben will, sondern dass ICH in meiner wahren Essenz eine Seele, also ein spirituelles Wesen bin, das jetzt gerade eine materielle Erfahrung in einem Körper macht, an sich aber feinstofflich und ewig ist.
 
Weiterhin lernt man im Yoga, z.B. in der Bhagavat Gita, dass die Seele dem Karma, also dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterworfen ist und solange inkarniert, bis kein Karma mehr übrig ist. Dazu werden dann auch Erklärungen gegeben, wie man handeln kann ohne neues Karma zu erschaffen.
 
Das Bild, das ich vorher vom kirchlichen Hintergrund hatte, oder das mir im evangelischen Konfirmations-Unterricht vermittelt wurde, beinhaltete auch, dass das Leben nach dem Tod weiter geht. Aber je nach meinem Karma, wenn man es so nennen möchte, entweder Himmel oder in der Hölle.
 
Wenn ich also in meinem jetzigen Leben gute Taten vollbringe und ein guter Mensch bin, dann komme ich in den Himmel, wo ich in Saus und Braus lebe und wo alles schön ist, oder wenn ich schlechtes tue und mich schlecht verhalte, dann komme ich in die Hölle, wo ich auf ewig vom Teufel gequält werde.
 
Da war ich mit dem Bild, das mir die Gita vermittelt hat, schon besser dran. Aber es ist immer noch sehr ähnlich: Tust du Gutes, dann bekommst du eine gute Reinkarnation, tust du schlechtes, dann musst du im nächsten Leben leiden.
 
Von daher sind da schon noch Ähnlichkeiten und auch das hat mir ehrlich gesagt Angst gemacht. Und das ist mein Punkt. Wenn solche Weltanschauungen vermittelt werden, wie kann dann der Gott, der dahinter steht als liebevoll erkannt werden? Und wenn ich als Lebewesen durch Angst und Strafe zu gebracht werden muss, mich ordentlich zu verhalten, wie kann ich dann jemals erkennen, dass ich gut und die Liebe selbst bin`?
 
Und dann kommen die ganzen Verhaltensanweisungen und Regeln, Ge- und Verbote usw. und ich zumindest fühle mich von all dem ziemlich unter Druck gesetzt. Vor allem, weil die Aussichten ja ziemlich übel sind, wenn man es nicht schafft.
 
Und damit meine ich jetzt nicht die großen verbrechen wie Du sollst nicht stehlen oder töten. Sondern auch solche Sachen wie Du sollst nicht wütend sein, immer ausgeglichen bleiben und alle mit gleichen Augen sehen, nicht an den Ergebnissen deiner Handlung haften usw. Alle diese Anweisungen machen total viel Sinn und ich finde es sehr hilfreich danach zu leben. Nur gelingt es eben nicht immer. Und die Frage ist auch: Wenn man sich nicht an die Regeln hält – was ist der Grund dafür?
 
Neue Perspektive:
Deshalb möchte ich heute mit dir eine etwas andere Perspektive auf dieses Thema teilen, die auf Liebe und Freiwilligkeit beruht und in meinen Augen einfach viel mehr Sinn macht, wenn man davon ausgeht, dass das Göttliche pure reine Liebe ist und wir alle Teilchen von diesem Göttlichen sind – also in unserer Essenz reine Liebe. Und dass es einen freien Willen gibt, von dem ja auch in der Bhagavat Gita die Rede ist (BG 18.63 Somit habe ich dir Wissen erklärt, dass noch vertraulicher ist. Denke gründlich darüber nach und tue dann, was dir beliebt).
 
Stell Dir bitte mal vor, du hast gerade deinen irdischen Körper verlassen und stehst nun am Himmelstor – als Seele. Alle weltlichen oder materiellen Begrenzungen sind weg, was bedeutet, dass du viel mehr wahrnehmen kannst als vorher. Du siehst die Vergangenheit und die Zukunft, denn du bist nicht mehr auf die lineare Zeitsicht beschränkt.
 
Und du kannst die Gedanken und Gefühle anderer Lebewesen wahrnehmen, denn auf Ebene der Seele sind wir verbunden. Das können wir zu einem gewissen Maß auch, wenn wir im Körper sind, besonders, wenn wir die andere Person oder das andere Wesen sehr gut kennen, sind aber eben nur sehr beschränkt.
 
Jetzt, wo du den Körper abgelegt hast, kannst du dein vergangenes Leben, deine Handlungen und die Reaktionen darauf – also die Gefühle der anderen ganzheitlich wahrnehmen und erkennen, wo du Liebe verbreitet und wo du Schmerz verursacht hast.
 
Jetzt bist du als Seele pure reine Liebe und siehst voller Mitgefühl die Situationen, in denen du jemandem Schmerz zugefügt hast und wirst nun gefragt: Möchtest du in der spirituellen Welt bleiben – also nicht mehr Inkarnieren oder möchtest du nochmal zurück?
 
Was wird Deine Antwort sein?
 
Natürlich wirst du dich entscheiden zurückzugehen und Liebe zu geben. Nicht weil du es musst. Nicht weil es eine Strafe ist. Sondern weil es Dein tiefer Herzenswunsch ist, den anderen Seelen uneingeschränkt Deine Liebe zu geben und ihre Wunden zu heilen, ihr Leid zu lindern!
 
Denn der einzige Grund, warum du jemandem überhaupt Schmerz zufügen konntest (also die Göttlichen Gesetze gebrochen hast) ist ja nicht, weil du von Grund auf schlecht bist, sondern weil deine Kapazität Liebe zu geben eingeschränkt war. Durch Angst, Konditionierung, Trauma, was auch immer. Und somit will die Seele selber heilen, um dann uneingeschränkt Liebe zu geben und ihre wahre Essenz – reine Göttliche Liebe – zu verkörpern und dann eben auch auszustrahlen.
 
Und so ist diese Welt weder eine Schule noch ein Gefängnis. Sie ist ein Geschenk Gottes an die Seelen, sich selbst als Liebe zu verkörpern und im liebevollen Austausch miteinander diese Liebe zu erfahren – im Geben und Empfangen.
 
Und Reinkarnation ist weder Strafe noch Belohnung, sondern eine freie Entscheidung, die aus Liebe getroffen wird. Aus dem Wunsch der Seele heraus ihre Liebe noch weiter zu entfalten und auszudehnen, Leid anderer Seelen zu lindern und Liebe zu schenken.
 
Was bedeutet das für mich hier und jetzt in diesem Leben? Muss ich Angst haben? Muss ich mich anstrengen? Muss ich irgendwas schaffen oder erreichen, um einem strafenden Gott zu gefallen? Nein.
 
Ich darf mich einfach daran erinnern, warum ich hier bin: Ich habe mich aus tiefstem Herzen (hier sitzen Gott und die Seele) dazu entschieden auf diesem Planet Erde zu inkarnieren und Liebe zu sein. Liebe zu verkörpern und zu geben. Und das ist alles, worauf es ankommt.
 
Bg. 15.15
Ich weile im Herzen eines jeden, und von Mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedānta, und Ich bin der Kenner der Veden.
 
Spirituelle Praxis
Und ja, spirituelle Praxis hilft dabei ungemein. Aber es geht nicht darum. Es geht nicht darum wie viele Gita Verse du aufsagen kannst oder wie viele Runden du chantest. Und auch nicht darum welche Asanas oder Pranayamas du übst usw. Das sind alles ganz individuelle persönliche Dinge, die niemanden etwas angehen müssen und die man vor allem auch weder vergleicht oder beurteilt. Einer steht um 4 Uhr auf, ein anderer erst um 8 – so what? Es geht darum, wie sehr es Deine Fähigkeit zu lieben steigert.
 
Ob deine spirituelle Praxis zu dir passt und für dich wirksam ist, erkennst du daran, dass sie dich verändert. Dass sie die Schichten von Angst, Trauma und falschen Glaubenssätzen abpellt und deine Liebe immer mehr durchscheinen lässt. Du erkennst es daran, ob sie dir Momente der Ruhe, Zufriedenheit und Erkenntnis schenkt, die dich vom Glauben zu tiefem Wissen führen und deine Fähigkeit zu lieben und Liebe zu sein steigern.
 
Aufschwung der Erde aus dem Kaliyuga
Und ich möchte noch einen Punkt kurz erwähnen: Seit dem Abstieg der Erde ins Kali Yuga hat sich die Schwingung stark erniedrigt und ist auf die Frequenz von Angst gegangen. Das ist der Grund warum wir überall noch Angst und Trauma sehen können.
 
Alle Systeme basieren auf Angst, Menschen haben Angst voreinander und sogar Religionen agieren mit Angst. Aber diese Zeit ist jetzt vorbei. Seit 2012 steigen wir wieder auf – das merken wir alle. Deshalb kommt jetzt alles ans Tageslicht, was uns davon abhält vollkommen in der Liebe zu sein. Und wir sind eingeladen, alles, was mit Angst zu tun hat zu verabschieden und zu heilen.
 
Und das große Geschenk dabei ist – und das ist vielleicht auch der Grund, warum jetzt gerade so viele Seelen inkarnieren, dass es jetzt – im Moment des Aufstiegs oder der Schwingungserhöhung – ganz leicht geht, aber trotzdem nicht automatisch. Wir sind uns also bewusst darüber und dürfen unseren freien Willen einsetzen und wählen, ob wir in Liebe oder in Angst handeln. Und das ist das allergrößte für die Seele, wenn sie bewusst Liebe geben kann.
 
Und Gott jubelt auch – denn wenn wir einfach in der Liebe wären, weil wir so programmiert sind, dann wären wir nicht mehr als Roboter, die ihr Programm abspulen. Aber in dem Moment, in dem wir wählen können, liegt eine Freiwilligkeit vor. Und Liebe ist immer freiwillig.
 
Liebe heißt auch Nein sagen
Zum Schluss noch ein letzter Punkt:
Heißt Liebe sein und Liebe geben, dass wir immer Ja und Amen zu allem sagen müssen? Ganz sicher nicht. Wir dürfen Nein sagen, denn das ist auch Liebe. Und wenn wir das ohne Angst vor Ablehnung und ohne Verurteilung des anderen tun, dann kann die andere Person das wahrscheinlich auch gut annehmen.
 
Beispiel Messerstecher im Park
Beispiel Kollegen lästern auf der Arbeit über eine Kollegin, die nicht da ist.
 
Natürlich sollten wir jemanden zurückhalten, wenn er uns oder anderen schadet (wenn es im Rahmen unserer Möglichkeiten ist, ansonsten müssen wir schauen, wie wir die Betroffenen schützen können). Aber wir tun es eben nicht aus Wut heraus, weil wir dem anderen unterstellen, dass er oder sie schlecht oder bösartig ist (auch wenn er etwas Schlechtes tut), sondern wir wissen, dass dieser Mensch es gerade nicht besser kann, weil er oder sie einen Mangel an Liebe fühlt. Und wir sagen oder tun etwas mit dem Ziel uns selbst oder die anderen Betroffenen zu schützen. Punkt. Mehr nicht. Es braucht keine Verurteilung.
 
Wenn wir es möchten, können dem Menschen gedanklich Liebe schicken, denn der Mangel an Liebe hat ja zu dem schädlichen Verhalten geführt.
 
Abschluss
Also ich hoffe, es ist klar geworden, dass es keinen wütenden, strafenden Gott gibt, der uns nach dem Tod richtet und in die Hölle schickt, wenn wir ihm nicht genug waren. Denn hey, er hat uns selbst erschaffen und er hat uns perfekt gemacht. Oder sollte Gott zugeben, dass er mit uns einen Fehler gemacht hat?
 
Das hat er sicherlich nicht. Aber er hat uns eben aus seiner unendlichen Liebe heraus auch den freien Willen gegeben, den wir als Menschheit im Kali Yuga ausgiebig genutzt haben, um Angst und Ausbeutung zu schaffen. Aber vielleicht musste das auch so sein, damit wir die Dunkelheit erfahren – das, was wir nicht sind, um uns jetzt ganz bewusst für das zu entscheiden, was wir sind, nämlich reine Liebe.
 
Und wir müssen nicht auf den Tod warten, um in den Himmel zu kommen. Wir können ihn heute hier manifestieren, indem wir liebevoll mit uns selbst und anderen umgehen. Und wenn die Seele irgendwann damit zufrieden ist, wie viel Liebe sie in ihrem menschlichen Leben verkörpert hat, dann geht sie vielleicht in die spirituelle Welt und kommt nicht zurück. Vielleicht hilft und unterstützt sie die Lebewesen dann von dort. Oder sie entscheidet sich dennoch wieder auf die Erde zu kommen, weil sie so viel Mitgefühl mit ihren Brüdern und Schwestern hat – wer weiß das schon?
 
Danke, dass Du da bist, schön, dass es Dich gibt.

Deine Göttliche Bestimmung finden – Dienen neu beleuchtet

Dieses Thema ist mir besonders wichtig, weil es jeden von uns betrifft und mein Leben schon von Grund auf transformiert hat. Ich bin durch das Buch „How to find your live’s divine purpose – Brain Software for a new civilisation“ von Gregor Maehle dazu gekommen. Wenn dich das Thema mehr interessiert, kann ich Dir dieses Buch wärmstens empfehlen. Es gibt es bisher nur auf Englisch.
 
Hast du dich auch schon mal gefragt, was Menschen in spirituellen Vorträgen oder Yogaausbildungen eigentlich genau damit meinen, wenn sie davon sprechen, dass man dem Göttlichen dienen soll?
Mache dich zum Instrument Gottes, lass das Göttliche durch dich wirken, diene dem Göttlichen usw.
 
Bei mir kamen die folgenden Interpretationen vom Dienen – oder auch hingebungsvoller Dienst genannt – an. Schau doch mal, ob du etwas davon kennst:
 
Dienen ist spirituelle Praxis – Asanas, Pranayama, Meditation, Japa, Kirtan, Schriften studieren, ect.
Dienen ist, sich an gewisse Regeln zu halten, wie z.B. kein Fleisch essen, keinen Alkohol trinken usw.
Dienen ist dem Guru zu dienen.
Dienen ist Spenden zu geben.
Dienen ist etwas für andere zu tun.
 
Aber da liegt meiner Meinung nach ein ganz großes Missverständnis vor:
Alle diese Dinge können mir helfen und mich dabei unterstützen herauszufinden, was mein Dienst ist, bzw. können Sie mich auf allen Ebenen fit machen, um meinen Dienst bestmöglich auszuführen. Sind aber nicht der Dienst selbst.
 
In der Bhagavat Gita sagt Krishna zu Arjuna diesen berühmten Vers:
 
Bg. 3.35
śreyān sva-dharmo viguṇaḥ
para-dharmāt sv-anuṣṭhitāt
sva-dharme nidhanaṁ śreyaḥ
para-dharmo bhayāvahaḥ

 
Es ist weit besser, die eigenen vorgeschriebenen Pflichten zu erfüllen, selbst wenn dies fehlerhaft geschieht, als die Pflichten eines anderen vollkommen zu erfüllen. Es ist besser, bei der Erfüllung der eigenen Pflicht unterzugehen, als den Pflichten eines anderen nachzukommen, denn dem Pfad eines anderen zu folgen ist gefährlich.

 
Was heißt das?
Hingebungsvoller Dienst oder dem Göttlichen zu dienen ist etwas ganz Individuelles und persönliches. Dafür kann dir niemand eine Anweisung geben. Auch der Guru nicht. Was Dein ganz persönlicher Dienst ist, das kannst du nur von der Göttlichen Quelle direkt erfahren – wenn du dich dafür öffnest. Und genau das ist der Knackpunkt:
 
Warum wissen die meisten Menschen nicht, was ihre Göttliche Bestimmung ist? Weil sie nicht empfänglich dafür sind. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt das zu verwirklichen, was ihnen von der Gesellschaft als erstrebenswert einkonditioniert wurde, als dass sie sich für ihren Göttlichen Plan öffnen könnten – das ist das, was die Seele will, deshalb auch Seelenplan genannt.
 
Wie viele Menschen laufen Zielen hinterher, die gar nicht ihre eigenen Ziele sind? Nur weil sie denken, das müsste so sein oder weil das vernünftig ist, sterben aber innerlich vor Langeweile und Traurigkeit, weil sie einfach nicht tun, wonach ihre Seele verlangt?
 
Da sind dann Gedanken wie: ich kann das nicht, ich bin sowieso nicht gut genug, andere werden mich auslachen, was, wenn ich versage? Damit verdiene ich nicht genügen Geld usw.
 
Außerdem sind wir voll mit Konditionierungen und Glaubenssätzen, die uns davon abhalten uns dem Göttlichen hinzugeben. Der Glaube, dass man auf eine Weise nicht gut genug ist, Gott nicht wahrnehmen kann oder nur durch einen Mittelsmann in Kontakt treten könnte usw. hält uns genau davon ab.
 
Unsere Lehrer, Gurus und spirituellen Praktiken helfen uns dabei, diese unheilsamen Glaubenssätze und Programmierungen aufzulösen, damit wir empfänglich werden. Denn die Information ist die ganze Zeit da. Das Göttliche hält nichts zurück. Gott kommuniziert mit ALLEN! Und zwar die ganze Zeit und pausenlos! Gott wohnt im Herzen eines jeden Lebewesens (Bhagavat Gita, 15.15) – also auch in DIR! Aber er offenbart sich nur so weit, wie wir uns hingeben und wie wir es für möglich halten (Bhagavat Gita, 4.11).
 
Bg. 15.15
sarvasya cāhaṁ hṛdi sanniviṣṭo
mattaḥ smṛtir jñānam apohanaṁ ca
vedaiś ca sarvair aham eva vedyo
vedānta-kṛd veda-vid eva cāham

 
Ich weile im Herzen eines jeden, und von Mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedānta, und Ich bin der Kenner der Veden.
 
 
Bg. 4.11
ye yathā māṁ prapadyante
tāṁs tathaiva bhajāmy aham
mama vartmānuvartante
manuṣyāḥ pārtha sarvaśaḥ

Alle belohne Ich in dem Maße, wie sie sich Mir ergeben. Jeder folgt Meinem Pfad in jeder Hinsicht, o Sohn Pṛthās.
 
 
Was ist jetzt Dein ganz individueller persönlicher Dienst?
Gott hat jeden Menschen für eine spezielle Aufgabe geschaffen. Man könnte sagen, Gott möchte sich selbst auf eine ganz bestimmte Weise durch DICH erfahren. Dafür hat er Dich mit individuellen Fähigkeiten und Talenten ausgestattet, die nur du in dieser Kombination hast. Du bist einzigartig!
 
Was machst du gerne? Was macht dich aus? Welche Tätigkeit bereitet nicht nur dir selbst Freude, wenn du sie ausführst, sondern auch anderen?
 
Wenn Du etwas gefunden hast, dann kannst Du es überprüfen:
Deine Göttliche Bestimmung hat nichts mit Haben, Darstellen oder Erreichen zu tun. Es geht darum, was Du der Welt geben kannst und was du verkörperst. Es geht um Geben und Sein.
 
Und nochmal: Alle Lehrer und spirituellen Praktiken sind wundervolle Helfer, um dich freizumachen deine Göttliche Bestimmung zu empfangen und auszuführen. Um dich von allen Glaubensätzen und Ängsten zu befreien, die dich davon abhalten. Aber dann liegt es an dir still zu werden und die Göttliche Quelle zu fragen:
 
Wie kann ich dir dienen?
Wie möchtest Du Dich durch mich ausdrücken und erfahren?
 
Und dann werde still und empfänglich. Frage jeden Morgen. Ein paar Minuten reichen und irgendwann wirst du es verstehen.
 
Warum hat Gott ein Interesse daran, sich durch mich zu verkörpern oder daran, dass ich meinen Sinn erfülle?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir verstehen, was der Unterschied zwischen Gott als Quelle, als Brahman (formlos, alles durchdringend) bzw. Bhagavan (Gott als Persönlichkeit) und uns Lebewesen (Seele, Atman) ist.
 
Da wir alle einen Funken des Göttlichen in uns tragen bzw. in unserer Essenz Göttlich sind, habe ich schon öfters Menschen sagen hören: ich bin Gott. Das ist im Zustand vom objektlosen Samadhi richtig, denn in diesem Moment löst sich das Ego, das uns an Raum und Zeit bindet, auf. Aber sobald das Ego wieder einsetzt – und das muss es, da der Mensch sonst nicht lebensfähig wäre – stimmt es nicht mehr.
 
Da Gott kein Ego hat ist er unbegrenzt. Er nimmt alles gleichzeitig wahr: Vergangenheit, Jetzt, Zukunft, alle Orte, alle Wesen, einfach alles. In etwa so, wie wir uns unserem gesamten Körper gleichzeitig bewusst sind.
 
Aber um jetzt hineinzuzoomen und eine bestimmte Raum-Zeit-Erfahrung zu machen, dazu braucht es uns. Und deshalb haben wir ein Ego, da es genau das macht: Es bindet uns – einen Funken des Bewusstseins – an Raum und Zeit und diesen Körper und wir können eine individuelle und getrennte Erfahrung machen. Von daher ist das Ego eigentlich etwas Gutes. Erst wenn wir uns mit Körper und Geist identifizieren und glauben, wir wären das, dann nennt man es das falsche Ego.
 
In meinem Beispiel vom Körper wäre das dann die einzelne Zelle, die sich selbst und ihre direkte Umgebung erfährt. Wir als Mensch nehmen zwar den Körper als Gesamtheit wahr und spüren, wenn er Bauchschmerzen hat oder Hunger, aber wir können nicht feststellen, was jetzt mit der einzelnen Zelle los ist. Zwar spüren wir es, wenn wir uns z.B. in den Finger schneiden, aber eben nicht die einzelne Zelle in ihrer Individualität.
 
Dieses Beispiel hinkt natürlich etwas, denn Gott ist in unserem Herzen gegenwärtig und hört unsere Gebete und ist immer an unserer Seite und weiß genau, wie es uns geht. Gott kann beides – ist ja auch Gott. Aber es braucht uns als Einzel-Lebewesen, um diesen Erfahrungsbereich in Raum und Zeit überhaupt erst mal zu öffnen und uns mit einem freien Willen auszustatten. Gott ist eben ein Paradox, er ist nicht entweder oder, sondern sowohl also auch. Und wir sind als seine Kinder gleichzeitig eins und verschieden mit und vom ihm.
 
Wie setze ich meine Göttliche Bestimmung um?
Darüber brauchst du dir keine Sorgen oder Gedanken zu machen. Wenn du Deine Bestimmung, deinen Dienst empfangen hast, dann kannst Du weiter fragen:
 
Welche Veränderungen sind dafür nötig (an meinen Gedanken, meinem Verhalten)
Wer bin ich, wenn ich diesen Dienst ausführe?
 
Und die Antworten auf diese Fragen haben immer etwas mit persönlichem Wachstum zu tun. Und nur darum kümmerst du dich. Denn nur das hast du in der Hand. Alles andere wird kommen. Geldmittel, Orte, Helfer, Voraussetzungen, Situationen – das wird alles für dich arrangiert, wenn es an der Zeit ist. Du kümmerst dich nur um dich und wie und wer du bist.
 
Dem Göttlichen zu dienen hat also nichts damit zu tun, dein Leben aufzugeben oder in einen Ashram oder Tempel zu ziehen. Das kann für einzelne Personen zutreffen, aber für die meisten ist es etwas anderes. Es geht nicht darum dich selbst zu verleugnen und deine Talente, Fähigkeiten und Deine Freude irgendwo verstauben zu lassen – Nein, du sollst sie leben! Und das ohne Kompromisse oder Einschränkungen! Denn dafür bist Du als Seele hier hergekommen!
 
Und Dein Göttlicher Dienst kann Dir in gewisser Weise auch etwas Angst machen. Denn er wird Dich herausfordern über dich selbst hinaus zu wachsen. Denn du bist viel größer als du denkst! Du kannst so viel mehr, als du dir momentan zutraust. Und natürlich weiß das das Göttliche, denn es hat dich ja gemacht 😉
 
Ich habe noch zwei Mediationen aufgenommen, die dich bei diesem Prozess Deine Göttliche Bestimmung zu finden und zu leben unterstützen können.
Einmal die Sankalpas, um dein Unterbewusstsein umzuprogrammieren und um dich empfänglich für das Göttliche zu machen, dich also auf die göttliche Schwingungsfrequenz von purer Liebe zu bringen, und zweitens eine Meditation mit den Fragen, die Du an der Göttlichen Intelligenz stellen kannst. Beides verlinke ich Dir unter dem Video.
 
Ich wünsche Dir alles Gute! Menschen, die Ihren Sinn leben sind glücklicher und zufriedener und bringen Liebe in die Welt und genau davon brauchen wir noch mehr!

Meditation:
Meine Göttliche Bestimmung finden

Finde einen ruhigen Platz, an dem Du ungestört bist. Sehr gut eignet sich ein Ort in der Natur. Ansonsten ist Dein Meditationsplatz auch sehr gut. Lege Dir ein Notizbuch und einen Stift bereit.
 
Schalte das Handy, Wlan und alles ab, was stören könnte – so wie es geht.
 
Dann richte Dich in deinem Sitz ein und schließe die Augen.
Fühle deinen Körper entspannt und so aufrecht, dass der Atem ganz leicht ein- und ausströmen kann.
 
Fühle Deinen Atem. Fühle Dein Herz.
Fühle die Erde unter Dir.
Fühle das Göttliche über Dir.
Atme gleichzeitig Energie von unten aus der Erde und von oben vom Göttlichen in Dein Herz ein und beim Ausatmen dehnt sie sich in und um Dein Herz aus, sodass die Aura deines Herzens immer größer wird.
Bleibe einen Moment in Deinem Herzen.
 
Wenn Du einen Altar vor Dir hast, kannst Du Dein Deity oder Bild des Göttlichen anschauen. Wenn du so etwas nicht hast oder auch nicht an so etwas glaubst, dann werde dir einfach darüber bewusst, dass es eine kosmische Intelligenz gibt, ein unendliches Bewusstsein, das alles erschafft und lenkt und an welches Du Dich jetzt wendest.
 
Jetzt kannst du erklären, dass du dich in den Dienst dieser Intelligenz, dieses Bewusstseins stellen möchtest und dich zum Kanal dafür machst, dass ES sich durch dich manifestieren kann.
 
Nimm dir einen Moment und fühle deine Aufrichtigkeit und Entschlossenheit, die dieses Statement untermauern.
 
Versuche Deine Liebe und Dankbarkeit für diese kosmische Intelligenz, das Göttliche zu fühlen.
 
Nun stelle Deine Fragen:
Wie kann ich Dir dienen?
Wie möchtest Du Dich durch mich verkörpern?
Wer und was möchtest Du durch mich sein?
 
Wiederhole diese oder deine eigenen Fragen, bis du ganz klar weißt und fühlst wonach du fragst und dann lausche. Mit lauschen ist nicht gemeint, dass du jetzt etwas hören musst. Die Antwort kann in Bildern kommen, in Worten, in einem Gefühl oder in tiefem Wissen. Es kann auch zu einem anderen Zeitpunkt kommen. Öffne dich einfach.
 
Mach Dich leer, werde still und empfänglich für das, was das Göttliche dir mitteilt.
Es sendet die Information ununterbrochen. Alles ist da. Es hapert oft nur an unserer Empfänglichkeit.
 
Also werde so still du kannst, lasse alle Vorstellungen und Gedanken ziehen und mache dich bereit zu empfangen – aber ohne Erwartung oder Druck. Wann immer Gedanken kommen, lass sie gehen. Lass sie wieder und wieder gehen. Alles kann jetzt warten.
 
 
Wenn Du etwas empfangen hast, nimm deinen Stift und schreibe es auf, ohne darüber nachzudenken oder es nach „kann ich“ oder „kann ich nicht“ zu beurteilen. Schreibe einfach, bis alles dasteht.
 
Wiederhole diese Übung jeden Tag oder so oft es geht, nur für wenige Minuten, bis du ein klares Bild hast.
 
Wenn Dein Bild vollständig ist, kannst du weitere Fragen stellen:
 
Wie muss ich mich dafür verändern?
Wer muss ich dafür sein?
Welche Konditionierungen, Ängste, Glaubenssätze dürfen dafür losgelassen werden?
Wer bin ich, wenn ich mich in meine volle Kraft entfaltet habe?
 
Dabei geht es nicht darum, dass du jetzt noch nicht genug wärst, sondern darum, wie du persönlich wachsen kannst, um diese Vision vollständig zu verkörpern und zu leben.
 
Und dann gehe in die Umsetzung. Kümmere dich nicht um äußere Dinge. Es geht allein um Dich! Alle Situationen, Menschen, Orte, Gelegenheiten, Geldmittel ect. werden zu dir kommen, wenn es an der Zeit ist, wenn du geworden bist, wer du bist, frei von Blockaden und Ängsten.
 
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für Deine Reise!

Sankalpas für Selbstliebe

Wenn wir im Gefühl wahrer Selbstliebe – also Liebe zu unserem wahren Selbst (nicht zum falschen Ego-Selbst) verweilen, schwingen wir mit dem Göttlichen. Dann nehmen wir uns als das an, was wir sind, und sehen uns so, wie Gott uns sieht – nämlich mit den Augen unendlicher bedingungsloser Liebe. In diesem Zustand werden wir empfänglich für unsere Göttliche Bestimmung. Deshalb ist diese Einstellung unserer Frequenz sehr wichtig.
 
Deshalb möchte ich dich heute dazu einladen die Sätze, die ich gleich sprechen werde, nicht nur innerlich zu wiederholen oder später selbst für dich innerlich zu sagen, sondern dich wirklich zu fragen: Wie fühlt es sich an, wenn es so ist? Und einen Augenblick in diesem Gefühl zu sein.
 
Du kannst die Sätze so für Dich verändern, dass sie dich ansprechen und sich passend für dich anfühlen. Du brauchst auch nicht immer mit allen Sätzen arbeiten, sondern kannst mit 1-3 Sätzen beginnen, die gut für dich funktionieren. Setzte dich nicht unter Druck. Wenn ein Sankalpa an einem Tag nicht funktioniert und du einfach nichts fühlen kannst, dann gehe zum nächsten. Es macht keinen Sinn ewig zu sitzen und etwas erzwingen zu wollen.
 
Scheibe Dir die Sätze auch gerne auf, um damit draußen in der Natur und ohne irgendein Gerät mit Internet zu praktizieren.
 
Dann lass uns beginnen.
 
Finde einen aufrechten bequemen Sitz. Stabil und so entspannt wie möglich.
 
Fühle Deinen Atem. Fühle Dein Herz.
Fühle die Erde unter Dir.
Fühle das Göttliche über Dir.
Atme gleichzeitig Energie von unten aus der Erde und von oben vom Göttlichen in Dein Herz ein und beim Ausatmen dehnt sie sich in und um Dein Herz aus, sodass die Aura deines Herzens immer größer wird.
Bleibe einen Moment in Deinem Herzen.
 
Und dann sage Dir innerlich: Ich bin Göttliche Liebe.
Fühle es. Wie fühlt es sich Göttliche Liebe zu sein?
 
Ich bin eine Verkörperung Göttlicher Liebe.
 
Ich bin pure Liebe.
 
Ich liebe und akzeptiere mich.
 
Ich akzeptiere alle Gedanken und Gefühle, die in mir aufsteigen.
 
Mit jedem Atemzug atmet das Göttliche Liebe in jede Zelle meines Körpers.
 
Ich lebe als Göttliche Liebe.
 
Ich lasse das Göttliche durch mich sprechen und handeln und kommuniziere nur aus der Göttlichen Liebe in meinem Herzen.
 
Ich gebe bedingungslose Liebe und liebe wirklich alle Wesen als Kinder Gottes.
 
Mein Herz strahlt Göttliche Liebe zu allen Wesen aus.
 
Nimm das Gefühl und die Ruhe in Dir wahr. Und öffne sanft die Augen während du mit diesem Gefühl schaust. Du schaust auf nichts bestimmtes. Du schaust einfach mit Liebe.
 
Dann schließe die Augen wieder und bleibe noch einen Moment in dem Gefühl.
 
Dann atme wieder tiefer durch, komme zurück ins hier und jetzt und öffne langsam die Augen.
 
OM Shanti Shanti Shanti. Danke dass du mitgemacht hast. Alles Liebe für Dich. Schön, dass es Dich gibt!