Jahreskreis


Ostara –
Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche – 20.März


Das Licht ist zurück
Das Licht ist zurück. Der Winter ist endgültig vorbei. An diesem Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (um den 20. März) sind Tag und Nacht gleich lang. Jetzt hat das Licht die Dunkelheit wieder eingeholt und wird ab sofort wieder überwiegen.


An diesem Fest wird die Göttin Eostre oder Ostara geehrt. Das bedeutet soviel wie Morgenröte und steht für den Osten, wo die Sonne aufgeht. Der Hase und das Ei sind ihre Symbole für Fruchtbarkeit und das Leben.


Auch Jesus steht für das Licht und ist an Ostern wieder auferstanden. Ostern ist übrigens der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Tag und Nacht Gleiche.


Jetzt kommen Licht, Energie und Wärme zurück und die Natur macht sich bereit um ganz neu zu erwachen. Es die Zeit der Vorbereitung, der Freude und des Säens.


Die Sonne scheint und wärmt uns nicht nur, sondern sie wirft ihr Licht auch in die dunklen Ecken unserer Wohnung und es ist ein guter Zeitpunkt für einen Frühjahrsputz. An den meisten Orten ist der Schnee getaut und wir können auch den Garten auf die kommende Saison vorbereiten. Altes raus reißen, abschneiden, weg schaffen und Neues aussäen.


Gleichzeitig ist es eine gute Zeit zum Fasten, um den Körper von Innen zu reinigen. Nach Ayurveda ist der Frühling die Zeit von Kapha Dosha, also der Elemente Erde und Wasser. Diese Schwere kann sich in Form von Allergien oder der berühmten Frühjahrsmüdigkeit zeigen.


Abhilfe schaffen eine leichte Ernährung mit frischen Kräutern, evtl. ein bisschen scharf, Ingwertee und Bewegung an der frischen Luft. Sie Sonne lässt die Altlasten schmelzen wie den Schnee auf den Bergen.


Es geht um die Vorbereitung auf das kommende Jahr: Ziele setzen, Reinigen, Vorbereiten


Zunächst kannst Du mit Dankbarkeit auf die vergangenen Wintermonate zurückschauen und Dir nochmal ins Bewusstsein rufen, welche Erkenntnisse Du in dieser Zeit hattest und was diese Zeit Dir gezeigt hat.


Und dann kannst Du den Blick nach vorne richten:


Was steht für dich an? Wie kannst Du Dich gut vorbereiten? Wie möchtest Du Dich und Deine Räume reinigen und vorbereiten? Was darf gehen (Dinge, Gedanken, Ansichten, Angewohnheiten, vielleicht sogar Beziehungen)? Welche Samen möchtest Du säen? Welchen Dinge, Menschen, Gedanken, Ritualen ect. möchtest Du mehr Raum in Deinem Leben geben?


Du kannst Deine Ziele für diese Jahr aufschreiben. Was möchtest Du in die Tat umsetzen? Werde kreativ, trau Dich! Die Zeit der Einkehr und des Rückzugs ist vorbei. Jetzt ist es wieder an Zeit raus zu gehen und aktiv zu werden und Du darfst groß denken! Grenzen liegen nur in Deinen Gedanken. Was willst Du wirklich? Und wie soll sich Dein Leben anfühlen?


Wenn Du über Deine Ziele nachdenkst, kannst Du Dich auch fragen:


Was verspreche ich mir davon? Was bringt mir das Erreichen dieses Ziels? Was bringt es materiell, emotional, spirituell?


So kannst Du Dich nochmal reflektieren und prüfen, ob Deine Ziele wirklich Deine Ziele sind oder ob sie nur von außen kommen. Stelle sicher, das Du Dich wirklich ganz bewusst auf das ausrichtest und fokussierst, was aus Deinem Herzen kommt, denn nur so kann Dein Weg von der höheren Intelligenz geführt und unterstützt werden und wird sich leicht und freudvoll anfühlen.


Menschen, die Ziele verfolgen, die nicht ihre eigenen sind oder auf Angst beruhen, die also nicht ihr eigenes Dharma leben, haben es oft schwer und ihre Seele versucht sie immer wieder auf ihren wirklichen authentischen Weg zurück zu bringen, indem sie ihnen Steine in den Weg legt und im schlimmsten Fall sogar Krankheiten und Schicksalsschläge schickt.


Ich glaube, wir alle kennen das. Wir machen etwas, weil andere es gesagt haben, weil es vernünftig ist, Geld bringt oder weil es sicherer scheint als das, was wir eigentlich wollen, wo wir aber Angst haben zu scheitern. Und dann ist alles schwer, anstrengend, ein ständiger Kampf, wir werden vielleicht sogar krank.


Und irgendwann kommt der Moment des Erwachens. Es ist ein Schicksalsschlag, irgendetwas passiert, das uns aus der Bahn wirft oder es ist einfach ein Moment der inneren Erkenntnis und wir wissen: So geht es nicht mehr weiter.


Und wenn wir dann unseren wirklichen Seelenweg antreten, wird alles anders…


Der erste Schritt
Es ist wichtig zu wissen, auf was Du dich fokussieren möchtest. Natürlich kannst Du im Laufe der Zeit immer wieder etwas nachjustieren oder Dich neu ausrichten. Nichts ist in Stein gemeißelt. Aber ohne Fokus wirst Du einem Blatt im Wind und Du kommt nirgendwo an. Es braucht eine klare Intension.


Denn wenn Du diese klare Intension, Dein Ziel, Deine Ausrichtung hast, dann kannst Du Dir auch überlegen, was jetzt der erste Schritt ist. Du kannst Dir das vorstellen, wie bei einem Navigationssystem:
Es will Dich immer zu dem eingegebenen Ziel bringen. Egal wie weit der Weg ist und welche Hindernisse auftauchen (Stau, Straßensperrung…), es rechnet neu und bringt Dich zum Ziel. Aber was ist der erste Schritt, wenn Du kein Ziel/ keine Ausrichtung hast?


In diesem Zusammenhang spielen auch Werte eine große Rolle. Was sind Deine Werte für die Du einstehst? Sie geben den Rahmen für Deine Handlungen. Welche Werte lebst Du im Alltag, in Beziehungen und bei der Arbeit? Was ist Dir wichtig?


Zu jedem Jahreskreisfest kannst Du ein Feuer entzünden. Egal ob es ein großes Osterfeuer, ein Lagerfeuer oder einfach eine Kerze ist. Es ist so schön gemeinsam mit den Liebsten am Feuer zu sitzen, in die Flammen zu schauen und sich über die Themen des Festes auszutauschen.


Was Du loslassen möchtest kannst Du auf einen Zettel schreiben und zur Transformation ins Feuer geben und um Segen für das Neue bitten.


Ich wünsche Dir alles Gute beim Ziele setzen, neu ausrichten, Reinigen, Putzen, und Vorbereiten und für den ersten und jeden weiteren Schritt!